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28.02.05

Konzert in Stuttgart!

Okay, dann will ich mal von dem genialen Tag berichten.

Montagmorgen: 6:00 Uhr!

Brownie steht auf, duscht, macht sich fertig, frühstückt, kontrolliert mindestens 30 mal, ob sie auch ihre Konzertkarte hat und geht zur Schule- ohne Bücher, dafür mit einer Finnland Flagge und einem Fotoapparat.

Die Tasche, die ich mir im Januar gekauft habe, hat sich als perfekte Konzerttasche erwiesen. Kaum Eigengewicht und es passt erstaunlich viel rein.

Die Vorfreude auf das Konzert wurde allerdings durch eine ganz bestimmte Tatsache gehörig getrübt- Englisch-Kursarbeit in der ersten und zweiten Stunde!

Ich glaube ich bin die erste, die in totaler Konzertmontur eine Englischkursarbeit geschrieben hat ;-)

In der achten Stunde musste ich dann noch ein Referat halten und dann ging es endlich los. Charlie und ich haben unsere Ordner in Mellis Schließfach gelassen und sind zur Straßenbahn.

Ihr kennt mich, ich werde leicht panisch, wenn ich unter Zeitdruck stehe und irgendwas läuft nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe...

Also könnt ihr euch vorstellen, was mit mir los war, als wir in Durlach am Bahnhof (wo wir nur 5 Minuten Zeit hatten) die Fahrkarte holen wollten und der Automat meinen Schein nicht angenommen hat.

Zum Glück ist die Charlie da etwas ruhiger gestrickt als ich und hat einfach zu erst den 5 Euro Schein reingesteckt und dann den 20 Euro Schein. So hat es geklappt. Danke Charlie, dass du nicht so ein panisches Huhn bist, wie ich!

Dann saßen wir endlich im Zug (sogar dem richtigen! *mir lobend auf die Schulter klopft*) und eine Stunde später waren wir in Stuttgart am Hauptbahnhof.

Die erste Etappe war geschafft, dann dürfte der Rest ja ein Kinderspiel werden. Haben wir zumindest gedacht! *g*

Am Bahnhof haben wir erstmal „Mittag“ gegessen. Das heißt ich habe drei Brezeln gegessen und Charlie irgendein Menu vom Mägges.

Das nächste Problem stellte sich dann aber schon gleich bei der Suche nach dem richtigen Gleis. Auf meinem Plan stand Stuttgart HBF (tief) Gleis 101. Okay also wusste ich schon mal, dass wir die Treppen runter müssen, weil ja tief dran stand... Aber weiter? Nett, dass auf meinem Fahrplan ein Gleis stand auf den Hinweisschildern aber nicht *g*

Nach einigem Suchen haben wir aber tatsächlich die S-Bahn gefunden und zwei Stationen später sind wir an der Haltestelle Gottlieb Daimler Stadion wieder ausgestiegen.

Ähm und nun? Aha, da ist ein Schild Schleyer-Halle! Gut folgen wir dem mal. Ja und plötzlich waren wir an einer riesigen Kreuzung und (so meinten wir zumindest) keine Schilder mehr!

Die Charlie hat dann den nächst besten Typ, der vorbeikam nach dem Weg gefragt. Der hat uns dann erklärt, dass das Schild, vor dem wir stehen uns den Weg weisen würde *im Boden versink*. Also sind wir dann dem Schild gefolgt. Irgendwann kam dann die SMS von der Sarah, die wir vor der Halle treffen wollten, dass sie sich verlaufen haben. Als ich meinte, wir wären kurz vor der Halle, habe ich sie angerufen und ganz stolz erzählt, dass wir fast da wären (sie waren immer noch verlaufen *gg*). Als wir dann aber plötzlich vor einer Baustelle waren und der Weg eher nach schlechterem Feldweg als nach Straße aussah, verließ uns unser Mut und die Charlie hat mal wieder jemanden gefragt. Der hat uns aber versichert, dass wir auf dem richtigen Weg wären. *freu*

Fünf Minuten später hatten wir unser Ziel erreicht! So wie schon etwa 200 andere. Wir waren anderthalb Stunden vor geplantem Einlass da und schon so viele? An einem Montag? Etwas enttäuscht reihten wir uns in der nächst besten Schlange ein. Zehn Minuten später entdeckte ich einen rosa Iro und die dazugehörige Katrin. Sarah und Katrin hatten den Weg also letzlich doch gefunden. *g*

Unter den Wartenden waren doch höchst seltsame Wesen, muss ich sagen. Da waren einige schon so blau, ich hab mich ehrlich gefragt, ob die vom Konzert noch was mitbekommen haben! Charlie hat sich die ganze Zeit Sorgen gemacht, ob sie nicht zu brav aussieht, weil die anderen so richtig böse aussahen. Aber sie war die einzige, die das gestört hat. Aber tatsächlich waren viele verschiedene Arten von Mensch da. Die mit Samtrock und Corsage... die mit jeans und nem Oberteil... die (zu denen ich gehöre) mit nem Nightwish Shirt... die „richtigen“ metaller... die Exemplare mit weißer Schuhcrème im Gesicht und schwarzem Balken (Kajalstrich kann man das nicht mehr nennen) um die Augen und und und...

Plötzlich geriet die Menge in Bewegung. Ich wusste zwar nicht warum, aber ich bin halt mal mit gerannt. Dann habe ich den Grund für die Bewegung entdeckt. Ein weiterer Eingang wurde „eröffnet“ und plötzlich waren nur noch 20 statt vorher mindestens 75 vor mir. Es war arschkalt und ich nehme an, dass die Sanis nur auf Ohnmachten spezialisiert waren, nicht aber auf Erfrierungen und sie uns deshalb ne halbe Stunde früher rein gelassen haben. Die erste Hürde: Die Secs. Hat der mir doch tatsächlich den Deckel von der Flasche genommen. Hallo? Was soll ich bitte mit einer offenen Flasche? Ist die Flasche ohne Deckel ungefährlicher? Den Sinn hab ich bis jetzt noch nicht verstanden, aber was solls. Mit offener Flasche habe ich auf die drei anderen gewartet. Es kam mir wie Stunden vor, in Wirklichkeit waren es vielleicht zwei Minuten. Zu viert sind wir dann die Treppe runtergerannt. Die zweite sec! Dann aber los. Die secs haben noch geblärrt „Nicht rennen!“ Aber wer kümmert sich schon darum?

Gerannt, und einen Platz in der zweiten Reihe direkt vor dem Keys ergattert! Dort habe ich mich erstmal ausgezogen. Sprich, Jacke, Schal, Pulli aus! Dann begann die Warterei. Um uns rum standen noch seltsamere Gestalten, als wir draußen schon gesehen haben. Da war zum Beispiel der lispelnde Sven. „Ich habe meine Kumpels verloren! Habt ihr die gesehen?“ Kopfschütteln und Schmunzeln unsererseits. Katrin war grad dabei, mir was in mein Konzertbuch zu schreiben. „Darf ich da auch was rein schreiben?“ Allahopp. Hab ich ihn halt schreiben lassen. Jetzt habe ich die Handynummer vom lispelnden Sven aus Esslingen *gg* Oder der dicke Rüdiger. Anfangs dachte ich ja noch, der hätte ein bissel Sinn für die Musik als er angefangen hat sich über die Fans auszulassen, die Nightwish nur von Nemo kennen. „Was Nightwish hat einen Keyboarder?“ Aber das wars dann auch. Irgendwann hat er Nightwish als „Horde auf der Bühne ornanierender Finnen“ bezeichnet.

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Anscheinend hat er auch was gegen die Katrin gehabt, besser gesagt gegen ihren Iro *gg* Er nannte sie Rosalinde. Und war es jetzt wirklich nur Zufall oder wollte die Katrin sich rächen und ihm den Geldbeutel klauen?

Auf jeden Fall hatte der dicke Rüdiger die Katrin plötzlich an der Leine. Seine monströsen Ringe hatten sich in ihren Kettenarmbändchen verfangen. Oder andersrum, wie dem auch sei. Hier stellt sich mir die Frage, WIE KAM ES ZU DIESEM VERFÄNGNIS? Die Antwort werde ich wohl nie erfahren. Genauso wenig, wie die Tatsache, dass Charlie und ich unsere Nacht doch in Tuomas Hotelzimmer verbringen sollten. Oder wenn wir lesbisch wären bei Tarja. Moment... ne das Zimmer ist ja schon besetzt. *augenverdreht* Der Kerl hatte echt mehr Schwachsinn als Hirn in der Rübe...

Der Kerl vor mir, der längere (und kaputtere *gg*) Haare hatte als ich, hat mich zwischendrin auch als garstig bezeichnet, wobei ich immer noch bezweifle, dass das tatsächlich ein Wort ist, das man benutzt. Warum bin ich garstig? Bloß weil ich gehofft habe, dass der Rüdiger verreckt, bevor das Konzert anfängt? *gg*

Um acht ging es dann auch tatsächlich los. Tristania kamen auf die Bühne. Die Sängerin (heißt sie nicht Vibeke oder so? ) hatte ein verdammt hübsches Kleid an.

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Allerdings konnte das Kleid auch nicht über die eher durchschnittliche Qualität der Band hinwegtäuschen. Vibekes Stimme war glockenhell und sehr schön, leider hat man sie nicht all zu oft gehört. Sie wurde von einer grässlich verzerrten männlichen Grölstimme übertönt. Der Kampfzwerg (männlicher Gröler) war in seinem Element und hat irgendwas geblärrt. Was kann ich nicht sagen, weil ich absolut NICHTS verstanden habe, was man als Wort ausmachen könnte. Zwischendrin hat ein anderer Kerl gesungen, mit klarerer Stimme. Das hat mir gefallen. Aber der Kampfzwerg, ich weiß nicht...

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Allerdings beschlich mich das Gefühl, dass sie nicht so ganz live gesungen haben. Oder wie erklärt man sich, dass Kampfzwerg nicht an seinem Mikro steht aber trotzdem in voller Lautstärke durch die Halle grölt? Vielleicht hatte er ja noch eins am Hemd? Ich will sie ja nicht ganz verurteilen. Ein Lied fand ich sehr schön. Leider weiß ich nicht, wie das hieß. Aber da hat Kampfzwerg mal nicht 98 % des Songs vergrölt sondern mal die Frau singen lassen.

Das Publikum war auch nicht so begeistert von denen. Ein paar Hände waren oben, müder Applaus.... aber das wars auch schon.

Mein Fazit: Durchschnittliche Band mit Verbesserungsmöglichkeiten aber verdammt guter Frauenstimme, der man das Mikro vielleicht etwas lauter machen kann ;-)

Dann kam das Highlight des Abends! Die Umbaupause = Tero auf der Bühne *gg* Um mal die Charlie zu zitieren: „Ja Tero is schon ne geile Drecksau!“ Allerdings ist er etwas fotoscheu, wie es mir scheint. Aber ich bekam mein mehr oder weniger gutes Foto von ihm ;-)

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Um kurz nach neun wurde es endlich stockdunkel. Das Intro erklang. Allein für das Intro könnte ich schon sterben. Das ist so wunder, wunderschön. Dann gingen die bunten Scheinwerfer an und alles war in Nebel gehüllt. Langsam fiel der Tristaniabanner zu Boden und hintendran erschien der riesige Banner mit dem Once Cover drauf.

Danach kam das allbekannte „once I had a dream! and this is it!“ Dann krachte es (aus der Konserve) los und nacheinander stürmten die 5 die Bühne. Jukka zuerst, der auch gleich anfing, seine drums zu vergewaltigen. Tarja betrat zu letzt die Bühne. Ich war noch ganz hin und weg von dem Intro und habe irgendwie erst dann begriffen, wo ich eigentlich stehe. Mir war zwar von Anfang an klar, dass ich nach vorne links will und mir war auch klar, dass das Keyboard genau vor mir stand aber erst in dem Moment habe ich wirklich kapiert. „Hey du stehst grade mal 2,50 von Tuomas entfernt!“ Die (sehr lauten) Pyros haben mich aus meiner Erstarrung geholt und ich habe mitgerockt *g*!

Nach DARK CHEST OF WONDERS kam gleich ohne Pause PLANET HELL. Der Song rockt ja auf der CD schon, aber live ist es einfach noch mal etwas anderes. Auch hier gab es perfekt zur Musik gesyncte Pyro-Effekte. Tuomas war immer wieder eine Pracht, anzuschauen.

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Der Mann lebt seine Musik. Ich glaube, er ist in einer ganz anderen Welt, wenn er spielt. Und zurück in die reale Welt kam er glaube ich erst, als sie sich am Schluss verbeugt haben. Einfach genial der Mann. Und ich habe einige leckere Bilder von ihm machen können. *g*

Marco hat eine absolute Powerstimme, die einen perfekten Kontrast zu Tarjas kraftvollen Sopranstimme bildet. Aber was erzähl ich euch das? Das wisst ihr ja selbst.

Nach PLANET HELL wurden wir erst mal gebührend von Marco begrüßt. Angeblich war der
letzte, der die Halle betreten hat, der 10.001. Besucher. *staun* Marco sagte, dass die Halle ja den richtigen Namen für sie hätte, die „Slayer-Halle“.

Danach kamen zwei Lieder vom Wishmaster-Album. COME COVER ME und THE KINSLAYER. Bei THE KINSLAYER hat die Halle im wahrsten Sinne des Wortes gekocht! Es gab so viel Feuerfontänen, dass ich mir ernsthaft überlegt habe, ob es noch genügend bis zu Rest der Show gibt. Aber diese Sorgen waren unbegründet, es hat alles gereicht ;-)

Danach kam ein Song bei dem ich persönlich sehr auf die Umsetzung gespannt war. Immerhin besteht der Song aus sehr sehr wenig Text und ist einer der Songs, von denen ich nie gedacht hätte, sie jemals live zu hören. THE SIREN versetze die über 10.000 Leute in Staunen und Rührung. Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet THE SIREN mich so überwältigen könnte. Aber mein Entzücken wurde gleich noch gesteigert, als ich die ersten Takte von THE PHANTOM OF THE OPERA erkannt habe. Ich stimme Tuomas voll und ganz zu, wenn er sagt, dass das ein Song ist, der genauso gut aus seiner Hand stammen könnte. Ich war total hin und weg und ich bild mir ein, dass Tuomas das mit einem Grinsen quittiert hat. Mag sein, dass es an jemand anderes war, aber ich habe das auf mich bezogen. Es war zwar das zweite Mal, dass ich das Lied live höre aber es ergreift mich jedes Mal aufs Neue.

Danach gönnten die Jungs Tarja eine kleine Pause (Marco: we gonna give this miss Tarja Turunen a little break“). In der Zeit gaben die Jungs ein Pink Floyd Cover zum Besten. HIGH HOPES hieß es und war einfach genial. Wir hatten die Möglichkeit Marcos geniale Stimme voll und ganz auszukosten.

Nach dem Lied kam Tarja (umgezogen) auf die Bühne zurück und es kam einer meiner persönlichen Faves! BLESS THE CHILD leider war am Anfang der Jubel noch so laut, dass das geniale Intro des Songs etwas unter ging. Danach kam wieder ein Kracher! WISHMASTER brachte die Halle wieder einmal zum Kochen! Wir hatten verdammt viel Spaß und ich glaube die Finnen auf der Bühne hatten mindestens genauso viel Spaß wie wir.

Danach war die Bühne erstmal leergefegt, Dann kam Tarja (schon wieder umgezogen) alleine zurück und gab KUOLEMA TEKEE TAITELIIJAN zum Besten. Die Begleitung kam aus der Konserve und ich hab mir fast die Zunge verknotet bei dem Versuch mit zu singen. Aber teilweise hat es geklappt. Finnisch ist schon eine trickreiche Sprache, aber eine wunderschöne Sprache!

Dann kamen die Jungs wieder auf die Bühne und mein absoluter all-time Fave kündigte leider dann auch schon an, dass es fast vorbei war.

Zwischendrin, ich kann nicht mehr sagen wann, hat Marco wieder seinen besten Freund den Vodka vorgestellt. Bei dem Alkoholkonsum wäre ich schon klinisch tot und die lachen bloß und trinken weiter *gg*. Tuomas blieb allerdings bei Rotwein und Wasser.

SLAYING THE DREAMER – der Song, den ich in Oberhausen schmerzlich vermisst habe- war fast zu schön, um es in Worte zu fassen. Der Song, mit dem ich mich am meisten identifizieren kann, live vor mir auf der Bühne! Es war einfach spitze!

NEMO war angeblich schon der letzte Song. Natürlich wusste jeder, dass es noch drei Zugaben geben würde. Obwohl ich Nemo persönlich nicht so arg mag, was wohl daran liegt, dass viele Nightwish nur auf diesen einen Song reduzieren, ist er live einsame spitze! Auch Showtechnisch haben sie sich mal wieder selbst übertroffen...

„Oh how I wish for soothing rain...“ Und plötzlich regnet es wirklich!

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Das Auffangbecken hatten wir natürlich vorher schon gesehen aber dass es in genau dem Augeblick anfängt! Unglaublich! Der Regen hat die Halle (zumindest die ersten paar Reihen) angenehm abgekühlt.

Danach verschwanden die fünf schon wieder. Allerdings haben wir uns das nicht gefallen lassen und lauthals nach mehr gerufen. Was wir nach ein paar Minuten auch bekamen!

Tarja hatte jetzt ein wunderhübsches schwarzes Kleid an und sie spielten SLEEPING SUN.

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Wieder so ein Song, der mich fast zu Tränen gerührt hat. Die zweite Zugabe bestand aus ganzen zehn Minuten GHOST LOVE SCORE! Während diesem Song explodierten die Konfettibomben und es regnete noch einmal. Wirklich eine geniale Bühnenshow!

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Dann kam leider der wirklich allerletze Song. Emppu holte sich vorher noch ein bissel Rotwein von Tuomas ab und dann krachte es ein letzes Mal mit ganz viel Pyros und ganz viel Power mit WISH I HAD AN ANGEL dann verteilten sie ihre „Gebrauchsgegenstände“. Einer von Jukkas Drumsticks fiel in den Pressegraben. Er lag verdammte 50 cm von mir entfernt. Unerreichbar! Einer von der Sec hat ihn dann einem Typ schräg vor mir gegeben. *grummel* Allerdings sollte ich an diesem Abend nicht leer ausgehen. Tuomas hatte immer noch seine Rotweinflasche. Ich hätte nie gedacht, dass er die werfen würde! Hat er aber! Das Mädel vor mir hat sie gefangen und ich durfte sogar einen Schluck trinken.

An den Namen des Weins erinnere ich mich nicht mehr. Allerdings war es ein sehr trockener Franzose ;-) Dann verbeugten sie sich und waren schließlich ganz weg. Charlie drängelte, wir sollten gehen, sonst würden wir die Bahn nicht mehr bekommen. Aber ich wollte doch noch etwas!

Ich habe nach einem von der Security gerufen, ob er mir nicht die playlist abmachen könnte, aber der Kerl war wohl taub in Bezug auf solche Dinge. Aber so leicht wollte ich mich nicht abwimmeln lassen. Immerhin hatte mir mein Vater eingebläut (wenn auch in Bezug auf was anderes), dass ich mich nicht unterbuttern lassen soll, sondern für mein Recht einstehen soll. Also musste ich härtere Geschütze auffahren.

Tero war grad dabei, das Keyboard abzubauen. Oh mein Gott, sieht der gut aus! *kreisch* ;-)
Ich mich also etwas vorgedrängelt, zwischen die beiden, die vor mir standen, meine letzte Stimme gesammelt und gerufen!

TERO? CAN YOU GIVE ME THE PLAYLIST PLEASE? Ein etwas verwirrter (total süßer) Blick seinerseits, ich mich totgelächelt, ein Nicken von auf der Bühne! Ich hab gedacht, ich seh nicht recht! Hat Tero Kinnunen doch tatsächlich die playlist abgefummelt und dem Security-Typ (ach pötzlich kann er hören?) klar gemacht, dass er die playlist mir zu geben hat!

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Ich habe gedacht, ich muss tot umfallen! Ich hielt die Orignialplaylist in der Hand! Außerdem hatte Tero, (TERO!!!!) nicht nur auf mich reagiert, nein er hat sogar das getan, was ich von ihm wollte!

Okay ich hatte, was ich wollte, und jetzt hab ich dem Drängeln nachgegeben und wir sind gen Ausgang gewandert. Mit so einer Playlist in der Hand wird man doch ganz anders angeschaut. ;-) und bekommt tolle Angebote für eine Kopie. Ich sollte vielleicht immer mit einer playlist in der Hand rumrennen. Damit knüpft man Kontakte! ;-)

Draußen bekamen wir noch diverse Flyer in die Hand gedrückt und wir liefen langsam zur Bahnhaltestelle.

Am Bahnhof haben wir den Kiosk, der eigentlich grad am Schließen war, gestürmt und uns etwas zu trinken gekauft. Solch einen Durst hatte ich schon lange nicht mehr. Wir mussten dann noch zehn Minuten in der totalen Kälte auf den Zug warten und waren dann um zwanzig vor zwei totmüde aber überglücklich in Karlsruhe, wo uns mein Vater abgeholt hat.

Um kurz vor drei bin ich endlich ins Bett gekommen. Dass ich drei Stunden später wieder aufstehen musste, war mir in dem Moment egal. Ich hatte ein geniales Konzert erlebt, ich hatte von Tuomas Rotwein getrunken, ich hatte die Playlist, ich war überglücklich!



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